Warum manche Allergie-Behandlungen scheitern

Leidet Ihr Hund unter “Allergien”? Haben Sie die Anweisungen des Tierarztes befolgt, mit Proteinquellen experimentiert, Ausschlussdiäten durchgeführt und sogar einen Allergietest machen lassen? Haben Sie Ihrer Meinung nach alles versucht, doch Ihr Hund juckt und kratzt sich weiterhin unentwegt? Dann sollten Sie einen Mangel an Verdauungsenzymen in Erwägung ziehen.

Beißen, Lecken und Kratzen an der Haut, wiederkehrende Entzündungen der Ohren, stark infektiöse Hautareale mit Schuppen, Wunden oder Bläschen, dazu immer wieder Durchfall und Erbrechen. Sie kennen das nur zugut? Schließlich entscheiden Sie sich für eine Behandlung mit Kortison oder stark immunsuppressiven Präparaten wie beispielsweise Apoquel.

Apoquel beeinflusst die Janus-Kinase (JAK) des Körpers. Kinasen sind Signalverbindungen, durch die Zellen miteinander kommunizieren können. ABER: Ohne JAKs kann das Immunsystem des Hundes nicht mehr richtig funktionieren. Suchen Sie nach einer anderen Lösung.

Ein Enzymmangel kann einem allergischen Zustand ähneln

Ein Enzymmangel tritt in der Regel als Störung des Magen-Darm-Trakts auf, da das Futter nicht richtig verdaut werden kann. Auch unverdaute Futterbestandteile im Kot oder Kotfressen können auf einen Enzymmangel hinweisen. Wenn ein Mangel an Verdauungsenzymen über einen längeren Zeitraum besteht, können Gesundheitsprobleme die Folge sein. Zum Beispiel auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die Allergiesymptomen sehr ähnlich sind.

Falsches Futter kann die Bauspeicheldrüse belasten

Wenn Ihr Hund konventionelles Futter bekommt, wird er höchstwahrscheinlich unter einem Mangel an Verdauungsenzymen leiden. Denn durch die fehlenden natürlichen Enzyme, kann die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Verdauungssäfte produzieren. Ein Hund ist auf die Gabe enzymreicher Nahrung angewiesen.Auch bestimmte Erkrankungen können einen Enzymmangel hervorrufen. Zu diesen Erkrankungen gehören die chronische und akute Pankreatitis, die exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) und die Pankreasatrophie. Entzündliche Zustände der Bauchspeicheldrüse reduzieren die Enzymproduktion ganz erheblich. EPI und Pankreasatrophie können die Bereitstellung von Verdauungsenzymen sogar vollständig blockieren.Langfristiger Stress ist ein weiterer Faktor, der eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen einschließlich Enzymmangel verursachen kann. Nehmen Sie sich daher Zeit, um zu beurteilen, ob ihr Hund unter starkem Stress oder Nervosität leidet. Auch Fehl- und Mangelernährung kann Stress und Ruhelosigkeit auslösen.

Die Auswahl des Futters ist entscheidend

Nur eine passende Basis-Ernährung kann sich auf die Fähigkeit der Organe auswirken, genügend Enzyme zu produzieren. Wählen Sie daher Futter aus frischen biologischen Zutaten. Diese können das Verdauungssystem unterstützen, indem sie die Bauchspeicheldrüse entlasten. Einige Nahrungsmittel sind besonders reich an natürlich vorkommenden Enzymen. Verwenden Sie bei der Futterzubereitung daher regelmäßig Papaya, Melone, Rohhonig oder Bienenpollen, rohe Ziegenmilchprodukte, Kefir, Kokosnusswasser und (selbst) fermentiertes Gemüse. Enzyme werden bei Krankheit, extremen Wetterbedingungen und anstrengendem Training schneller verbraucht. Auch ältere Hunde profitieren von zusätzlichen Enzymen, da die Menge der im Körper produzierten Enzyme mit dem Alter abnimmt und dies für altersbedingte Krankheiten und Schwächungen verantwortlich sein kann. Achten Sie darauf, das Futter im Falle eines Enzymmangels oder einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung nicht zu fettreich zu gestalten. Auch minderwertige Proteine haben im Futterplan nichts zu suchen. Füttern Sie daher mageres Fleisch wie Pferd, Rind oder Wild aus Weide- oder Freilandhaltung. Geben Sie Fett extra hinzu.

Bei chronischen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse ist die Auswahl der richtigen Zutaten entscheidend. In vielen Fällen liegen bereits Unverträglichkeiten gegenüber bestimmter Futtermittel vor. Führen Sie ein Futtertagebuch, um gut verträgliche Nahrung zu identifizieren. Meiden Sie Zutaten, die Probleme verursachen. Falls Ihr Hund rohes Futter nicht verträgt, können Sie auch gekochte Zutaten mit einem hochwertigen Enzymzusatz füttern.

Wenn die Enzyme verschwunden sind, sind sie verschwunden

Unterstützen Sie Ihren Hund bei einer Verdauungsschwäche mit zusätzlichen Futterergänzungen

Verdauungsenzyme
Für Hunde, die bereits erkrankt sind, reicht die Menge an Enzymen, die über das Futter aufgenommen werden können, oft nicht aus. Der Bedarf an aktiven Enzymen ist in diesem Fall enorm hoch, so dass zusätzlich zur enzymreichen Futtertherapie die Gabe ausgewogener und hoch dosierter Enzympräparate mit guter Bioverfügbarkeit zu empfehlen ist.

Probiotika
Probiotika sind „gute“ Bakterien, die helfen, das Gleichgewicht der Darmflora wiederherzustellen. Wenn die Darmflora durch Antibiotika-Behandlung, Vergiftung, Verdauungskrisen oder mangelhafte Ernährung gestört wurde, kann dies eine Rolle bei Enzymmangel spielen. Geben Sie daher täglich Prä- und Probiotika hinzu.

Vitamine und Mineralstoffe
Enzymmangel kann einen sekundären Mangel an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen verursachen. Allein das kann Hauterkrankungen begünstigen oder auslösen. Die Zugabe eines hochwertigen Supplements ist daher ratsam. Außerdem benötigt der Körper zur Produktion von Enzymen die Vitamine A, B, C, E und K sowie Magnesium, Natrium und Kalium.

Essentielle Fettsäuren (EFA)
Verwenden Sie für die regelmäßige Gabe EFA nur frische und kaltgepresste Öle. Achten Sie auf eine korrekte Lagerung. Essentielle Fettsäuren können Entzündungsreaktionen reduzieren. Insbesondere Phytoplankton und Kokosöl sollen eine stark entzündungshemmende Wirkung haben. Bedenken Sie aber: Die Fütterung ranziger und überlagerter Fette und Öle kann allergieähnliche Symptome verursachen und begünstigt Entzündungen, statt sie zu lindern.

L-Glutamin
Ein Enzymmangel geht oft mit Darmstörungen einher. L-Glutamin kann helfen, den Darm zu regenerieren, so dass Nährstoffe wieder richtig aufgenommen werden können.

Vitamin C
Vitamin C aktiviert die Leberenzyme, die für den Abbau von Giftstoffen verantwortlich sind. Vitamin C ist ein starkes Antioxidans, das vor allem in Beeren zu finden ist. Verwenden Sie daher zum Beispiel biologisches Hagebuttenschalenpulver.

Vitamine B5 und B6
Vitamin B5 (Pantothensäure) ist essentiell für eine normale Stoffwechselfunktion und spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Hormonen und Verdauungsenzymen. Vitamin B6 kann sogar als natürliches Antihistaminikum eingesetzt werden. In Kombination mit Vitamin C sollen diese B-Vitamine Juckreiz lindern können. Frische Leber wie auch mageres rotes Fleisch vom Weiderind oder Wild sind eine ausgezeichnete Quelle für B-Vitamine.

Quelle: https://www.dogsnaturallymagazine.com/dogs-allergy-treatments-fail/